Sporthalle am Schilfweg, Eingangsbereich außen
Ensemblewirkung von Schulgebäude und Sporthalle

Zweifeldsporthalle Schilfweg, Dresden

Am Schilfweg ergänzt eine neue Zweifeldsporthalle das Schulensemble und verbindet Funktionalität mit klarer Gestaltung. Vor Ort verankert sich der Baukörper durch seine vorgegraute Holzfassade und den Bezug zum benachbarten Schulgebäude. Innen wie außen bestimmen robuste Materialien, sichtbarer Holzbau und dezente Farbakzente den Charakter. Ein Ort für Sport, Begegnung und Gemeinschaft.

Der Neubau wurde als Holzhybridbau geplant und errichtet. Während der Sozialtrakt mit den kleinteiligen Nassräumen in herkömmlicher Massivbauweise erstellt wurde, basieren die tragenden Teile der Wände und des Daches auf konstruktivem Holzbau.

Am Schilfweg in Dresden-Seidnitz ergänzt die Zweifeldsporthalle das in Holzmodulbauweise errichtete Schulgebäude. Die städtebauliche Einordnung folgt dem von Peter Zirkel Architekten erarbeiteten Masterplan für den Standort. Schule und Sporthalle teilen sich die einheitlich gestalteten Freiflächen. Die Halle dient dem Schul- und Vereinssport, kann im Katastrophenfall als Notunterkunft genutzt werden und steht der Schule für bis zu fünf Veranstaltungen im Jahr offen.

Ein gemeinsamer Vorplatz verbindet den Sporthalleneingang im Osten mit dem westlich gelegenen Haupteingang der Schule. Der zweigeschossige Sozialtrakt tritt in der Höhe zurück und fügt sich in die kleinteilige Nachbarschaft ein. Über dem Eingang verbirgt eine hochgezogene Fassadenverkleidung das Lüftungsgerät und vermittelt zur Höhe des Schulgebäudes. Auf dem Dach des Sozialtraktes ist eine PV-Anlage angeordnet. Die Halle trägt ein Gründach. Teile der Fassade bieten Rankhilfen für Kletterpflanzen.

Gestalterisch knüpft die Halle an das Erscheinungsbild des Holzmodulbau der Schule an: vorgegraute Lärchenholzfassade, Lisenen, Betonsockel und ein markanter, betongefasster Eingang. Die Gestaltungsmerkmale wurden an die Typologie der Sporthalle angepasst. Ein einheitliches Grundraster prägt die Konstruktion und macht die Logik des Holzbaus auch außen ablesbar. Horizontale Fensterbänder, vertikal betonte Holzverschalung und feststehende Lamellen schaffen eine ruhige, klare Erscheinung.

Im Inneren sorgen robuste Materialien, ein heller, transparenter Eingangsbereich und die sichtbare Holztragstruktur der Halle für eine warme Atmosphäre. Akzente in Blau setzen den sportlichen Ton, vom Bodenbelag bis zu den Treppengeländern. So entsteht ein funktionaler und zugleich identitätsstiftender Ort für Sport, Begegnung und Gemeinschaft. Auf dem Dach des Sozialtraktes ist eine PV-Anlage angeordnet. Die Halle trägt ein begrüntes Dach und eine Fassadenbegrünung.

Die Verschattung der Halle setzt bewusst auf ein einfaches, dauerhaftes Prinzip: feststehende Lamellen aus vorvergrauter Lärche. Sie sind so geneigt, dass Sonnenlicht und Einblicke wirksam reduziert werden, ohne bewegliche Teile, die verschleißen könnten. Dieser Lowtech-Ansatz spart Energie, minimiert Wartungsaufwand und integriert sich harmonisch in die Fassade – eine ebenso funktionale wie gestalterische Lösung.

Ort
Dresden – Seidnitz
Zeit
Fertigstellung 2025
Auftraggeber
Landeshauptstadt Dresden, Amt für Schulen, STESAD
Leistungsbild
2 – 9
Auftrag
Zuschlag, VgV