Wir freuen uns: Die Sporthalle am Schilfweg ist ab sofort auf der Holzbaukarte Sachsen des Holzbau-Kompetenzzentrums vertreten.
Damit reiht sich unser Projekt offiziell in die spannende Übersicht gelungener Holzbau‑Beispiele im Freistaat ein – als ein weiteres Beispiel dafür, wie leistungsfähig, ressourcenschonend und atmosphärisch der Baustoff Holz im öffentlichen Bauen sein kann.
Holz ist für uns kein „Unlimited‑Allheilmittel“, sondern ein knappes, wertvolles Gut. Wir gehen davon aus, dass es langfristig nicht genug nachhaltig verfügbares Holz gibt, um „alles aus Holz“ zu bauen, ohne Wälder, Klima und Biodiversität zu überfordern.
Stattdessen verstehen wir Holz als präzise eingesetzten Baustein im Materialmix: Dort, wo es räumlich, klimatisch und klimapolitisch am meisten Wirkung entfaltet, ersetzen wir CO₂‑intensive Materialien durch tragende und aussteifende Holzelemente. Dort, wo Dauerhaftigkeit, Schallschutz, Brandschutz oder Fundamentierung dominieren, bleiben andere Materialien bewusst im System.
Holzbau ist für uns deshalb vor allem eines: selektiver Holzbau. Wir nutzen Holz, um CO₂ langfristig zu speichern, die Aufenthaltsqualität zu verbessern und regionale Wertschöpfung zu stärken – immer mit dem Bewusstsein, dass jeder Kubikmeter ein Stück Wald ist. Verbautes Holz ist für eine Art „zweiter Wald“ im Stadtraum, ein urbanes Walddepot.
Die Sporthalle am Schilfweg steht exemplarisch für diese Haltung: Ein Holz‑Hybridbau, der zeigt, wie sich der Einsatz CO₂‑intensiver Materialien reduzieren lässt, ohne in die Illusion zu verfallen, man könne jede Bauaufgabe zu 100% in Holz lösen.