Amtsgericht, Marienberg

Unter der Devise WEITERBAUEN AM DENKMAL wurde die zurückgenommene Ausbildung der Fuge zwischen Bestand und Neubau sowie das zurückhaltende Weiterbauen des Bestandes in intensiver Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege des Freistaates Sachsen entwickelt.

Ein neues Verbindungsbauwerk formuliert den neuen Foyerbereich. Durch die Höhenunterschiede der zu verbindenden Bestandsgebäude entsteht ein doppelt gefalteter Dachbereich, der dem Eingangsbereich eine besondere Qualität verleiht. Der Zugang zu den Gerichtssälen erhält einen angemessenen räumlichen Ausdruck. Mit dem zentralen Eingangsbereich konnte eine übersichtliche Organisation der Nutzungen, kurze Wege sowie die barrierefreie Erschließung sämtlicher Gebäudebereiche erreicht werden

Mit dem in der Gestaltung den Bestand beiläufig ergänzenden Anbau werden u. a. Büroräume und ein hochwertiges Archiv für das Grundbuchamt errichtet. Die Neubaumaßnahmen erhalten das denkmalgeschützte Ensemble in der Gewichtung seiner Teilgebäude, der Altbau des Amtsgerichts behält seine dominierende Rolle.

Funktional wurde mit den baulichen Maßnahmen den erhöhten Sicherheitsanforderungen Rechnung getragen.

Die künstlerische Gestaltung des Foyers von Frank Maibier, Chemnitz, ist aus einem kleinen Wettbewerb zur “Kunst am Bau” hervorgegangen.

Ort
Marienberg
Zeit
2016
Auftraggeber
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, NL Chemnitz
Leistungsbild
2 - 8